SWR-Format "Gut zu wissen" Wie kann ich meinen CO2-Fußabdruck verkleinern?

Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung, die größte Klimademo aller Zeiten – Hintergrund und Zielsetzung von beidem ist: Wir alle müssen weniger CO2 erzeugen, weltweit. Aber warum?

Wir alle hinterlassen einen sogenannten CO2-Fußabdruck und der ist einfach viel zu groß. Doch was ist dieser Fußabdruck eigentlich genau, wie viel CO2 ist zuviel für unseren Planeten, und wie können wir es reduzierren?

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Was ist der CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck gibt an, wie viel Kohlendioxid ein einzelner Mensch pro Jahr erzeugt. In Deutschland sind das durchschnittlich über elf Tonnen pro Jahr: Stromerzeugung, Heizen, Verkehr, Ernährung und sonstiger Konsum – all das verursacht CO2-Emissionen. Um den Klimawandel zu stoppen, sagt Florian Antony vom Freiburger Ökoinstitut, müssen wir den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren – dazu müsse jeder einzelne seinen Beitrag leisten. Wenn das nicht gelingt, schmelzen die Gletscher weiter und die Extrem-Wetterlagen nehmen zu.

Zu verhindern ist das nur, wenn jeder einzelne seinen CO2-Fußabdruck verkleinert. So wie Jenny Teufel aus Freiburg – sie vermeidet unnötige CO2-Erzeugung, zum Beispiel im Haushalt: "Das wichtigste, wenn ich jetzt Ernährung und Haushalt anschaue, ist ein hoher Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln, schauen, dass ich Essen nicht wegschmeiße, sondern gucke, dass ich praktisch mit Einkaufszettel einkaufe, und zwar nur das, was ich brauche." Das Einkaufsverhalten ist dabei nur eine Größe beim CO2-Fußabdruck.

Wie berechnet sich der CO2-Fußabdruck?

Jenny Teufel hat schon vor einigen Jahren angefangen, regelmäßig ihren CO2-Fußabdruck zu berechnen. Dazu trägt sie einfach ihre Verbrauchswerte auf der Website des Bundesumweltamtes ein. Strom, Heizung, Mobilitätsverhalten: Am Ende sieht sie, wie viele Tonnen Kohlendioxid sie pro Jahr verbraucht. Aktuell sind es 3,43 – im Vergleich zu den über Tonnen Durchschnitt ist das schon deutlich weniger.

Um den Klimawandel zu stoppen, müsste jeder auf 1,5 Tonnen im Jahr kommen – das ist noch ein weiter Weg, aber den Fußabdruck zu verkleinern ist gar nicht so schwer.

Wie kann ich Kohlendioxid sparen?

Flugreisen sind für Jenny Teufel genauso tabu wie ein eigenes Auto – sie ist immer mit dem Fahrrad unterwegs, ob zur Arbeit oder zum Einkaufen. Im autofreien Stadtteil Vauban in Freiburg ist das auch gut möglich. Beim Einkauf achtet sie darauf, dass die Waren keine langen Transportwege hinter sich haben – am besten sind Obst und Gemüse der Saison. Und die kommen ins Netz.

Weniger Kohlendioxid zu erzeugen, sagt Jenny Teufel, macht zwar etwas Mühe, aber dafür hält sie zumindest ihren persönlichen CO2-Fußabdruck so klein wie möglich.

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