SWR-Format "Gut zu wissen" Sollten Senioren regelmäßig ihre Fahrtauglichkeit testen?

Ältere Autofahrer sind besser als ihr Ruf, sie verfügen über eine lange Fahr-Erfahrung und haben zumeist einen besonnenen Fahrstil. Doch die Zahl der älteren Autofahrer nimmt zu.

Dennoch sorgen vor allem spektakuläre Unfälle, verursacht von älteren Autofahrern, für Aufsehen. Und mit dem Alter lassen die Beweglichkeit, das Hör- und Sehvermögen nach. Ein Grund für eine regelmäßige Überprüfung?

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Was spricht für einen Senioren-Führerschein?

Alterskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Grauer Star und auch Medikamente können die Fahrtüchtigkeit einschränken. Außerdem lassen im Alter Hör- und Sehvermögen nach und das Gesichtsfeld ist eingeschränkt. Das Problem: Viele Autofahrer bemerken die eigenen Defizite nicht.

In der Schweiz zum Beispiel müssen sich Autofahrer über 70 alle zwei Jahre auf ihre Fahrtauglichkeit testen lassen. Doch eine Studie hat gezeigt: die Verkehrssicherheit verbessert sich dadurch nicht. In der Schweiz passieren mehr Unfälle mit Senioren als in Deutschland.

Wie können sich ältere Autofahrer verhalten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, bei denen man die eigene Fahrtauglichkeit testen kann. Verkehrsverbände bieten zum Beispiel spezielles Fahrtraining für Senioren an. Experten in Deutschland raten außerdem: ab 70 sollte man sich freiwillig testen lassen. Dazu gehören regelmäßige medizinische Untersuchungen. Und ein Fahr-Fitness-Check ist ebenfalls eine gute Möglichkeit für eine Auffrischung in Sachen Autofahren.

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