Rettungswagen (Foto: SWR, SWR -)

Rotes Kreuz in Geldnot Streit um Krankentransporte auf der Baar

Ein Zwist um Beförderungskosten bringt das Rote Kreuz im Schwarzwald-Baar-Kreis in finanzielle Nöte. Es geht um Transporte zwischen Standorten des Schwarzwald-Baar-Klinikums.

Auslöser ist die Frage, wer die Fahrtkosten zwischen den beiden Teilkliniken in Villingen-Schwenningen und Donaueschingen übernimmt. Mehr als 100.000 Euro kosten diese Fahrten jedes Jahr. Das Deutsch Rote Kreuz (DRK) ist gesetzlich zu diesen Fahrten verpflichtet. Seit Ende 2015 zahlt das Klinikum aber nicht mehr dafür. Und auch die gesetzlichen Krankenkassen verweigern die Zahlung.

Klagen des DRK waren bisher erfolglos

Da die Forderungsausfälle existenzbedrohend sein können, hatte das DRK bereits auf Kostenübernahme geklagt – ohne Erfolg. Anfang nächsten Jahres verjähren die Ansprüche für das Jahr 2016. Wenn sich Klinikum und Krankenkassen nicht einigen, bliebe dem Roten Kreuz nur noch die Möglichkeit, die Patienten nachträglich zur Kasse zu bitten. Dies, so das DRK, wolle man aber auf jeden Fall vermeiden.

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