Projekt in der Schweiz Computer soll Schulklassen durchmischen

Der Umgang mit Klassen, in denen fremdsprachige Kinder in der Mehrzahl sind, wird in der Schweiz und auch in Baden-Württemberg gerade intensiv diskutiert. Dabei spielen Computer-Algorithmen eine Rolle.

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In keinem OECD-Land wirkt sich die Zusammensetzung der Schulen nach sozialer und sprachlicher Herkunft so stark auf die Schulleistung der einzelnen Schülerinnen und Schüler aus wie in der Schweiz. Abhilfe, so eine Pilotstudie des "Zentrum für Demokratie Aarau" (ZDA), könnte ein ausgeklügeltes Computerprogramm bringen, das die Einzugsgebiete der Schulen erweitert und die Schüler unterschiedlicher Herkunft besser verteilt: "Um Ghettobildung zu verhindern, muss man die Schulbezirke so erweitern, dass die Kinder aus den unterschiedlichsten Stadtvierteln auf die Schulen kommen können. Der Computer kann bei der besseren Durchmischung helfen", erklärt Studienautor Oliver Dlabac vom ZDA.

In Freiburg ist man offen für neue Wege

Eine Option auch für baden-württembergische Städte? Hier ist die Ausgangslage ähnlich wie in der Schweiz. Und tatsächlich wird etwa auch in Freiburg über eine bessere Durchmischung von Schulklassen nachgedacht, um die Chancengleichheit für alle Kinder zu erhöhen. Dabei kann man sich auch den Einsatz von Computer-Algorithmen vorstellen: "Es ändern sich hier die Werkzeuge, die man als Vorbereitung für Entscheidungen nimmt – und das ist zeitgemäß", sagt Werner Nagel, der Leiter des Staatlichen Schulamtes in Freiburg.

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