Ein Smartphone mit einer aufgerufenen App (Foto: SWR)

Pilotprojekt in Freiburg Die App, die Leben retten kann

500 Ersthelfer im Raum Freiburg testen derzeit eine App, mit der sie zu Notfällen in der Nähe gerufen werden können. Und tatsächlich: Einer von ihnen konnte das Leben von Monika Heckmann retten.

Dauer

Das Herz hört auf zu pumpen, der Kreislauf steht still. Doch Monika Heckmann hat Glück. Gleichzeitig mit dem Notruf in der Leitstelle ortet das System den Standort der Ersthelfer über die App "First AED" auf dem Smartphone. Florian Mutter ist am nächsten dran, nur drei Häuser entfernt. Er hat keinen Dienst, reagiert aber trotzdem. Nur eine Minute, nachdem sein Handy Alarm schlägt, steht Mutter vor der Tür von Monika Heckmann und beginnt mit der Herzmassage.

App soll viermal mehr Leben retten

Jedes Jahr erleiden in Deutschland knapp 50.000 Menschen einen Herzkreislaufstillstand. Die Überlebenschancen sind gering, denn der Notarzt braucht in der Regel zu lange, sagt Michael Müller, Professor am Josefskrankenhaus in Freiburg. Mit der App sollen Ersthelfer in unmittelbarer Nähe alarmiert werden. Ausgebildete Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Feuerwehr bis hin zur Bergwacht. Je mehr, desto besser und am allerbesten flächendeckend verteilt. Michael Müller ist davon überzeugt, dass mit der App viermal so viele Leben gerettet werden können, wie bisher.

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