Orthopädicum Freiburg Künstliche Schulter – in Freiburg mit Hilfe von GPS

Nur selten werden künstliche Schultern eingesetzt. Derzeit sind es rund 16.000 pro Jahr in Deutschland. Viele Patienten wissen gar nicht, dass man auch Schultergelenke ersetzen kann.

Viele Patienten leiden an Arthrose, dem Abbau des Gelenkknorpels und würden oft jahrelang große Schmerzen ertragen, sagt Florian Drumm vom Orthopädicum Freiburg: "Viele Arthrosen machen relativ spät Beschwerden, die Patienten sind extrem leidensfähig, sie können das kompensieren, das Schulterblatt ist noch beweglich." Das sei ein Grund dafür, dass in Deutschland so wenige künstliche Schultern eingesetzt werden.

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Der andere Grund erläutert Drumm weiter, es sei nicht immer ganz einfach in der Operation Schaftkopf und Gelenkpfanne exakt zu platzieren: "Selbst erfahrenste Schulter-Chirurgen können bis zu einem Drittel ihre Planung nicht so umsetzen, wie sie es wünschen, das heißt, sie liegen schlichtweg daneben."

Doch mit Hilfe eines Navigationssystems, ähnlich dem GPS, könne er die Gelenkpfanne millimetergenau einsetzen, so Florian Drumm. In der Operation wird zunächst das alte Gelenk entfernt, der neue Schaft in den Oberarmknochen eingesetzt. Dann kommt das GPS zum Einsatz. Es zeigt dem Operateur ganz exakt, wo er die künstliche Gelenkpfanne verankern muss.

Die neue Gelenkpfanne wird mit zwei, drei Schlägen in der vorgebohrten Position fixiert. Auf die wird dann nur noch der neue Kopf gesetzt. Florian Drumm ist sicher: Mit dieser OP wird die Schulter wieder voll belastbar sein.

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