Schild mit Beschriftung neben einem Gebäude-Eingang (Foto: SWR)

Landgericht Offenburg Prozess in Offenburg 23 Jahre nach Tötungsdelikt

Mehr als 23 Jahre nach dem Tod einer Frau in Gengenbach hat vor dem Offenburger Landgericht am Montag ein Prozess gegen den früheren Ehemann begonnen. Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Mord.

Mit einem Küchenmesser soll der Angeklagte seinem Opfer mehrere Verletzungen zugefügt haben. Ein Stich traf laut dem Vorsitzenden Richter Bernd Walter mitten ins Herz und zwar mit so großer Kraft, dass das Messer sich bog. Zum Tat-Zeitpunkt hatten sich der heute 49-Jährige und seine damalige Ehefrau wohl schon auf eine Trennung verständigt. Trotzdem kam es wegen einer Urlaubsaffäre zum Streit.

Dauer

Vor Gericht räumte der Mann ein bei dem Streit ein Messer ergriffen zu haben. Statt eines gezielten Messerstichs beschrieb er aber ein Gerangel und einen gemeinsamen Sturz mit möglicherweise tödlichen Folgen.

Verräterische Fingerabdrücke bei Wiedereinreise nach Flucht

Laut Staatsanwaltschaft war der Mann nach dem Vorfall aus Deutschland geflohen. Er hatte sich zunächst in die Türkei abgesetzt. Weil er bei seiner Wieder-Einreise im vergangenen Jahr Fingerabdrücke abgeben musste, wurden die Ermittler auf ihn aufmerksam und nahmen ihn fest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor. Nur dafür könnte der Mann jetzt noch verurteilt werden.

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