Schild mit Beschriftung neben einem Gebäude-Eingang (Foto: SWR)

Landgericht Offenburg Kein Vergleich im Mediclin-Prozess gegen Großaktionäre

Im Prozess des Klinikbetreibers Mediclin gegen drei Großaktionäre ist am Freitag ein Vergleich zwischen den Parteien gescheitert. Mediclin fordert von den Aktionären 180 Millionen Euro.

Der Richter rechnet mit einem jahrelangen Prozess, der möglicherweise erst vor dem Bundesgerichtshof endet. Er sprach wegen der 180 Millionen Euro von einer Klage, die für das Offenburger Landgericht ungewöhnlich und spannend sei.

Die Mediclin AG behauptet, die drei Aktionäre hätten Dividenden bekommen, die sie nicht hätten bekommen dürfen. Das Unternehmen hatte vor knapp 20 Jahren 21 Kliniken in ganz Deutschland übernommen. Die jeweiligen Immobilien wurden an eine Verwaltungsgesellschaft verkauft. Diese Gesellschaft wiederum arbeitet für einen Fonds, an dem die beklagten Aktionäre beteiligt sind.

Mediclin sagt nun, es sei nicht zulässig, dass die Aktionäre die Mietzahlungen quasi als Garantie bekommen. Außerdem seien die Mieten zu hoch und nach den Gesundheitsreformen nicht mehr zu erwirtschaften. Der ganze Fall soll jetzt zunächst am Beispiel einer Klinik aufgearbeitet werden.

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