Oberlandesgericht Freiburg Verhärtete Fronten im Freiburger Hüftprothesen-Prozess

In Freiburg wird über die Berufung der Medizintechnik-Firma Zimmer gegen ein Landgerichtsurteil verhandelt. Ein Kläger hatten wegen einer schadhaften Hüftprothese Recht bekommen.

Die Freiburger Außenstelle des Oberlandesgerichts Karlsruhe verhandelt seit Montag über die Berufung des Medizintechnik-Unternehmens Zimmer. Das Landgericht Freiburg sah es als erwiesen an, dass die Firma Zimmer schadhafte Durom Großkopf-Hüftprothesen in Umlauf gebracht hat. Die Prothesen wurden von 2004 bis 2009 rund 800 Patienten im Freiburger Loretto-Krankenhaus eingesetzt. Das Landgericht Freiburg hatte einem Kläger Recht gegeben, bei dem gesundheitsschädigender Metallabrieb festgestellt wurde.

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Prozess-Welle bei Ablehnung der Berufung erwartet

Die Firma Zimmer ging in Berufung und argumentiert, dass die Prothese nicht fehlerhaft und der Metallabrieb tolerierbar sei. Eine gütliche Einigung lehnen die Anwälte der US-amerikanischen Firma ab. Das Landgericht hatte dem Kläger 25.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Eine ganze Reihe von weiteren Geschädigten wartet mit Spannung auf das Urteil. Wann es fällt, ist noch unklar. Sollte das Oberlandesgericht die Berufung ablehnen, wird eine Prozess-Welle erwartet.

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19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW
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