Christine Brandt gibt ihrem Pflegekind, Rehkitz Annabelle, das Fläschchen. (Foto: SWR)

Neues Zuhause für Annabelle Jäger retten Rehkitz und ziehen es selbst auf

Rehkitz Annabelle war im Frühjahr einen Abhang in Todtnau runtergerutscht. Danach wurde es von seiner Mutter verstoßen. Aber Annabelle hat eine Pflegefamilie gefunden - zwei Jäger.

Seit Mai 2019 ziehen Yvonne Brandt, Jägerin, und ihr Lebensgefährte Christian Sütfeld, Jagdaufseher in Todtnau Brandenberg, das Kitz in ihrem Garten groß. Für sie ist Annabelle ein bisschen wie ein Baby, schließlich bekommt sie auch jeden Tag noch ein Fläschchen.

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Gefährlicher Feind für Rehkitze: der Fuchs

Nachdem Annabelle den Hang hinter der Kirche in Todtnau herunter gerutscht war, hat sie nach ihrer Mutter gerufen. Doch das sei eine große Gefahr, erklärt Sütfeld. Denn dadurch "wird auch der Fuchs auf das Kitz aufmerksam. Und wenn die Rehgeiß nicht dran kommt, ist das Kitz leider zum Tode verurteilt." Aber Annabelle hatte großes Glück. Denn Passanten riefen Christian Sütfeld und er nahm das Kitz auf.

Doch auch im Garten von Brandt und Sütfeld wurde Annabelle schon von einem Fuchs angegriffen. Auch bei Menschen ist ein Rehkitz nicht völlig in Sicherheit.

Die Trennung im Frühjahr 2020

Nach dem Winter werden Yvonne Brandt und Christian Sütfeld ihr Adoptivkitz in den Wald entlassen. Dort soll sie nach ihrer Aufzucht ausgewildert werden. Auch wenn das den beiden Adoptiveltern schwer fallen wird.

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