Mut zahlt sich aus in Kingersheim Elsässische Arbeiter retten ihre Arbeitsplätze

Die elsässische Wurstfabrik "Maurer Tempé" in Kingersheim stand kurz vor dem Aus. Doch statt gegen die Schließung zu demonstrieren, haben die Mitarbeiter eine Genossenschaft gegründet.

Seit einem halben Jahr weht ein frischer Wind durch die Wurstfabrik in Kingersheim. Der kaufmännische Direktor, den die Mitarbeiter selbst in seine Position gewählt haben, begrüßt die Genossenschafter. 105 Mitarbeiter und gleichzeitig Teilhaber gehören zum Unternehmen. Jeder hat durchschnittlich 20.000 Euro in die Genossenschaft eingebracht. Gibt es Probleme, kommen sie auf den Tisch. Prämien werden gerecht verteilt und die Fabrik ist unabhängig von privaten Investoren. Ein mutiger Schritt von den Mitarbeitern, die ihre Arbeitsplätze und das über 100-jährige Traditionsunternehmen retten wollen.

Dauer

Der Plan scheint aufzugehen. Zwei Prozent mehr Umsatz in Vergleich zum Vorjahr. Mathieu Rouillard, Geschäftsführer Wurstfabrik im elsässischen Kingersheim: "Alle unsere Leute sind sehr motiviert, es gibt viele Möglichkeiten, wie wir uns weiterentwickeln können. Aber natürlich muss die Qualität der Produkte stimmen." Auch dafür haben sie schon Ideen, vor allem die alten traditionellen Wurstrezepte sollen jetzt verfeinert werden.

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