Museum für neue Kunst Straßburg Damien Deroubaix: mit Malerei Verborgenes aufdecken

Das Straßburger Museum für neue Kunst präsentiert derzeit einen Künstler, der sich von vielen Quellen inspirieren lässt: aus Fotomontagen, Filmen oder auch von anderen Künstlern.

Knallharter Metal Sound. Auch daraus zieht der Künstler Inspiration. Doch wie erzählt er seine Geschichten? Welche Geister will er wecken und welche Alarmglocken läuten? Viele Symbole finden sich in malerischem Vokabular von Damien Deroubaix. Auffallend häufig benutzt er Totenschädel, Skelette und Farnkraut – für ihn Seismographen. Und mit seiner Malerei will er Verborgenes aufdecken. Julie Gandini, Kuratorin in Straßburg: "Ich erinnere mich noch, wie er mir mal sagte, dass sich die Malerei wie Natron in den Augen anfühlt. Es brennt, aber es hilft klarer zu sehen. Das sagt eigentlich alles. Seine Malerei kann brutal sein, zum Teil sehr direkt, sie kann aber ebenso Grazie und Schönheit vermitteln."

Dauer

Die Straßburger Retrospektive zeigt welche Wirkung Guernica von Picasso beim 19-jährigen Deroubaix hinterlassen hat. Auch seine Liebe zum Holzschnitt und die Arbeiten mit den Glasmeistern von Meisenthal. Hier makaber schaurige Tänze des 15. Jahrhunderts und dort "die pissende Frau" von Rembrandt. Für ihn hängt alles zusammen. Damien Deroubaix: "Ich male, wie wir uns mithilfe einer Unterhaltung- und Konsumgesellschaft eine Maske aufsetzen wollen, in der ist alles schön und rosa rot. In ihr fahren wir alle nach Mauritius in Urlaub und essen ausgezeichnet. Aber so ist es eben nicht!"

Mit älteren Installationen und neuen Werken spiegelt die Straßburger Schau damit alle Facetten der Arbeit von Damien Deroubaix.

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