Mann wird in einen Gerichtssaal geführt (Foto: SWR, Jan Ludwig)

Missbrauchsfall Staufen 41-Jähriger legt Geständnis ab

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat der erste Prozess nach dem jahrelangen Missbrauch eines Jungen aus Staufen begonnen. Der Mann hat die Taten in nichtöffentlicher Verhandlung zugegeben.

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Das hat die Staatsanwältin Nikola Novak bestätigt. Die Verteidigung und die Nebenklage hatten zu Prozessbeginn den Ausschluss der Öffentlichkeit gefordert. Das Gericht billigte dies erst nach Verlesung der Anklage zu - allerdings nur um das Opfer, nicht den mutmaßlichen Täter zu schützen. Dies gelte auch für die Plädoyers und das letzte Wort des Angeklagten vor dem Urteil. Zudem wurden vor Gericht Videoaufnahmen der Taten gezeigt, auch diese ohne Öffentlichkeit. Zu der Zeugenbefragung am Nachmittag war die Öffentlichkeit wieder zugelassen.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen Kunden der vermutlichen Haupttäter. Dem 41-Jährigen werden gefährliche Körperverletzung, schwere Vergewaltigung und Freiheitsberaubung an dem neunjährigen Jungen aus Staufen vorgeworfen. Dabei sei er äußerst brutal vorgangen und habe sein Opfer bedroht, erniedrigt und gefesselt, so Staatsanwältin Nikola Novak. Die Mutter des Jungen und ihr Lebensgefährte sollen den Neunjährigen über zwei Jahre hinweg Männern im Internet zum Missbrauch angeboten und ihn selbst missbraucht haben. In dem Fall gibt es acht Hauptverdächtige im In- und Ausland.

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