Leibstadt Forderungen nach Störfall in AKW

Nach der neuerlichen Panne im grenznahen Schweizer Atomkraftwerk Leibstadt (Kanton Aargau) hat die Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI konkrete Forderung an die Kraftwerksleitung gestellt. Anders als die Kraftwerksleitung spricht sie von einem Störfall, der die Sicherheit des Kraftwerks betreffe. Die Schweizer Atomaufsicht Ensi ordnet den Vorfall auf der Internationalen Ereignis-Skala Ines auf der Stufe 1 ein. Das Kraftwerk selbst hatte die Panne lediglich als „Anomalie“ eingestuft. Wie erst jetzt bekannt wurde, war es im Sommer letzten Jahres bei der Jahres-Revision nicht nur zur Fälschung von Protokollen, sondern auch zu einer erhöhten Abgabe von Radioaktivität gekommen. Mitarbeiter hatten ein radioaktives Geräteteil in einem Lagerbecken abgestellt, aber nicht für ausreichenden Strahlenschutz gesorgt. Es sei keine Strahlung nach außen gedrungen. Auch für die Mitarbeiter seien die Grenzwerte eingehalten, so die Atomaufsicht. Die für die Atomaufsicht sind die wiederholten Fehler von Mitarbeitern des Kraftwerks ein Sicherheitsproblem. Die Betreiber müssen erklären, warum sich die Sicherheitskultur in den Unternehmen nach all den Fehlern und Gegenmaßnahmen offensichtlich nicht verbessert hat.

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