Landwirte im Ortenaukreis Tabakbauern ziehen positive Ernte-Zwischenbilanz

In Baden-Württembergs größter Tabakanbaugemeinde, in Altenheim im Ortenaukreis, läuft seit rund einem Monat die Tabakernte. Bisher sind die Tabakpflanzer mit der Ernte zufrieden.

Auf rund 450 Hektar wird in Altenheim Tabak angebaut. Etwa 100 Hektar davon bewirtschaftet Landwirt Jochen Adam, Vorsitzender der baden-württembergischen Tabakpflanzer. Noch bis Ende September werden auf seinen Feldern rund 50 Erntehelfer im Einsatz sein, um die Ernte einzuholen und zu verarbeiten.

Jochen Adam, Landwirt und Vorsitzender der baden-württembergischen Tabakpflanzer (Foto: SWR)
Jochen Adam vor einer seiner Tabakfelder. In diesem Jahr stehen seine Tabakpflanzen gut da.

Durch zusätzliche Bewässerung gute Qualität

Da es in diesem Jahr sehr trocken war, musste Jochen Adam, wie viele andere Tabakpflanzer, seine Felder viel beregnen. Das hat sich aber gelohnt: "Jetzt haben wir gute Bestände stehen," sagt Adam. Es darf nur nicht wieder so heiß werden wie im Vorjahr. "Damals haben wir so eine extreme Trockenheit gehabt, dass wir mit dem Bewässern auch nicht mehr klar gekommen sind und dann hatten wir auch Qualitätseinbußen," so Jochen Adam weiter.

Im vergangenen Jahr lag der Anteil an Tabak der Klasse eins bei nur 40 Prozent. Dieses Jahr erhoffen sich die Tabakpflanzer wieder die durchschnittlichen 80 Prozent, wenn die Ernte so weiterläuft wie bisher.

Dauer

Größte Sorge: die Hitze

Allerdings bleibt bei den Tabakbauern die Sorge vor der Hitze. Lange Hitzeperioden könnten auch in diesem Jahr die bisher positive Bilanz verderben.

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt rund 40 Tabakbauern. Sie produzieren mehr als die Hälfte der gesamten Erntemenge in Deutschland.

Tabakblätter auf sogenannten Kämmen, auf dem Weg zum Trocknen. (Foto: SWR)
Tabakernte: Die Tabakblätter werden aufgespießt, auf sogenannte Kämme. Und werden dann getrocknet.
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