Psychisch kranker 25-jähriger Somalier vor dem Landgericht in Offenburg (Foto: SWR, Christine Veenstra)

Landgericht Offenburg urteilt Rentner verprügelt: Angeklagter bleibt in Psychiatrie

Ein halbes Jahr nach dem Angriff auf einen Rentner in Offenburg hat das Landgericht entschieden, dass der Täter in der Psychiatrie bleiben muss. Von ihm gehe nach wie vor Gefahr aus.

In den Stunden vor der Attacke hatte der 26-jährige Mann aus Somalia bereits einen Taxifahrer angegriffen, im Zug vor mehreren Frauen gekniet und gebetet und war in einer Shisha-Bar aufgefallen. Mehrere Personen verständigten im Laufe des Abends die Polizei, doch die Beamten sahen jeweils keine Hinweise auf eine bevorstehende Straftat. Laut Gericht befand sich der Verurteilte zu dieser Zeit allerdings in einer akuten Phase einer paranoiden Schizophrenie.

Wegen paranoider Schizophrenie dauerhaft in Psychiatrie

Der Mann leidet unter einer krankhaften seelischen Störung und war zur Tatzeit nicht schuldfähig. Es bestehe die Gefahr weiterer Körperverletzungen oder Tötungdelikte, so das Gericht am Freitag. Daher hat es die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie-Einrichtung angeordnet.

Psychisch erkrankter Mann hat offenbar Stimmen gehört

Laut eines Gutachtens und eigenem Bekunden hatte er schon länger Stimmen gehört und sich bedroht gefühlt. In seinem Opfer, dem er zufällig begegnete, sah er schließlich die Person, die ihm Böses wollte. Er verletzte den Rentner mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf so schwer, dass dieser wohl nie mehr ein eigenständiges Leben führen kann. Die Söhne des Rentners waren im Prozess als Nebenkläger aufgetreten.

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