Lahr und seine gern gesehenen Besatzer "Klein-Kanada" - gestern und heute

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Als vor 25 Jahren die kanadischen Streitkräfte abzogen, stand Lahr vor einer riesigen Herausforderung. Denn die Kanadier waren ein großer Wirtschaftsfaktor - und gern gesehene Mitbürger.

Kurz nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister traf der damalige OB Werner Dietz Kanadas Premierminister Pierre Trudeau, den Vater des heutigen kanadischen Staatsoberhauptes. "Es waren sehr viele hochinteressante Begegnungen hier, von denen ich heute noch zehre", erinnert sich Dietz. "Der Bundespräsident war hier und der Vertreter der englischen Krone."

Die Kanadier brachten 400 Millionen Dollar pro Jahr

1967 lösten die Kanadier die französische Besatzungsmacht in Lahr ab. Doch als Besatzer wurden die Kanadier nie wirklich empfunden. Die rund 10.000 Soldaten und ihre Angehörigen brachten viel Geld mit - rund 400 Millionen kanadische Dollar pro Jahr. Was folgte, war ein enormer wirtschaftlicher Aufschwung. Natürlich gab es auch Probleme: Das Donnern der Starfighter zum Beispiel. Eine Ortschaft musste wegen dem Lärm sogar umgesiedelt werden. Doch als die Kanadier im Mai 1994 mit dem Abzug begannen fragte sich jeder: Was nun?

Geblieben sind mehrere markante Gebäude und das riesige Flugplatzgelände, auf dem heute zum Teil Industrie angesiedelt wurde. Aber vor allem viele schöne Erinnerungen - und auch einige Kanadier, die hier aufwuchsen.

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