Weinberg Kammerberg (Foto: SWR, France3)

Kuriose Teilung an deutsch-französischer Grenze Ein Weinberg – zwei Länder

Kurios: Ein Weinberg an der Grenze zwischen Elsass und Südpfalz liefert besten französischen Pinot Noir – er gehört aber zu Deutschland. Das sorgt für einige deutsch-französische Verwirrung.

Der Grenzverlauf zwischen Deutschland und Frankreich ist eigentlich eindeutig. Er wurde nach dem ersten Weltkrieg neu gezogen. Ein Großteil des Weinbergs bei Wissembourg (Département Bas-Rhin) gehörte danach zu Frankreich. Trotzdem wurde anerkannt, dass der Wein Deutschen gehörte.

Dauer

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen die Weinberge dann brach und verwilderten. Erst ab 1957 wurde hier wieder Wein angebaut, grenzüberschreitend. "Aber es war immer noch nicht unser Eigentum, und es durfte auch kein Stück Reben verkauft werden", erzählt Winzer Friedrich Becker. Heute mittlerweile schon. Aber warum verkaufen, wenn der französische Teil des Weinberges zur besten Lage gehört? Seit dem Mittelalter wird auf dem Kammerberg Wein angebaut. Er ist über die Grenzen hinweg bekannt für seinen Pinot Noir. Doch erwähnt werden darf der Kammerberg seltsamer Weise nicht auf den Flaschen des Weinguts Becker. Das verbietet die Bundesregierung.

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