Grenzüberschreitendes Klimafestival in Kehl Klima macht an den Landesgrenzen nicht halt

Der Klimawandel hat in der Oberrheinregion auch dieselben Auswirkungen. Das ist jetzt auf einem grenzüberschreitenden Klima-Festival in Kehl noch einmal ganz deutlich betont worden.

Grüne Wiese, wo es eigentlich weiß sein sollte. Oberried, 500 Meter über dem Meeresspiegel, wird in Zukunft keinen Schnee mehr sehen. Die Winter am Oberrhein werden kürzer, die Schneegrenze steigt.

Dauer

Schnee liegt sozusagen ab 1.000 Meter in der Höhe und in Zukunft werden gerade die Höhenlagen, so 800 bis 1.000 Meter am deutlichsten den Rückgang der Schneedeckendauer bemerken, gerade auch dann wenn sie Wintertourismus betreiben. Oberhalb von 1.200 Metern, also in höheren Regionen von Schwarzwald oder Vogesen, da wird es weiterhin noch eine ausgeprägte Wintersaison geben.

Rüdiger Glaser, Klimaforscher an der Uni Freiburg

Das Oberrheingebiet heize sich stärker auf, als im globalen Durchschnitt, referierte er auf dem Klimafestival. Bis zum Ende des Jahrhunderts um schlimmstenfalls fünf Grad. Niederschläge, die früher als Schnee kamen, werden als Regen fallen. Wetter-Extreme werden häufiger, genau wie Hitze und Trockenheit. Der Sommer 2018 war ein Vorgeschmack auf die Zukunft am Oberrhein.

Wir wissen dass die  Agglomeration, also städtische Räume noch mehr vom Klimawandel betroffen sein werden von der Temperatur, weil einfach versiegelte Flächen dominieren. Eine richtige Anpassung ist natürlich die Städte zu begrünen, zu entsiegeln, das sind wichtige Dinge, auch Brunnen spielen eine wichtige Rolle, weil sie im kleinräumigen Kontext Abkühlung bringen und das hilft natürlich so einer überhitzten Stadt wieder auf die Beine zu kommen.

Rüdiger Glaser, Klimaforscher, Uni Freiburg

Statt grauer Steine also mehr Grünflächen. Die Städte im Dreiländereck werden sich darauf einstellen müssen. Auch solch konkrete Lösungsvorschläge lieferte das erste grenzüberschreitende Klimafestival in Kehl.

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