Lörracher Kaltenbachstiftung Kinder ziehen Kerze für Ostersonntag

Am Ostersonntag wird wieder in vielen Kirchen des Landes die Osterkerze entzündet. Die Kaltenbachstiftung in Lörrach hat auch dieses Jahr wieder ihre Kerzenküche geöffnet.

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Das Licht der Kerze steht für Gott, das verzehrende Wachs für die Liebe Christi. Jeder kann sein eigenes Licht entzünden und seine eigene Kerze in die Kirche mitbringen.

Kinder stehen an den Tauchbecken mit heißem Wachs. Bedächtig tunken sie den Docht hinein, holen ihn wieder hoch, kühlen ihn im Wasser ab, und senken ihn dann wieder ins heiße Wachs. Millimeter für Millimeter, Schicht für Schicht wächst die Kerze in die Breite. Meditativ wirkt das Ganze, selbst zappelige Kinder werden ruhig, erzählt Lydia Resch, Leiterin der Kerzenküche. Osterkerzen ziehen, das machen alle Kinder gern, unabhängig vom Glauben. Während die Kerzen in der Kirche schlicht sind, dürfen die Kinder bei ihrer Osterkerze der Fantasie freien Lauf lassen, erzählt Praktikantin Antonia.

eine gelbe und eine braune Kerze mit einem weißen Kreiz stehen nebeneinander (Foto: SWR, Laura Könsler)
Osterkerze Laura Könsler

Kerzenlicht als Zeichen für den auferstandenen Christus

Doch auch die Infos über die Osterkerze und ihren Brauch kommen nicht zu kurz. Dann brennt vor der Kirche ein Feuer und die Osterkerze der Kirche wird entzündet und als Zeichen für den auferstandenen Christus in die dunkle Kirche getragen, erklärt der Pfarrer der Lörracher Bonifatiusgemeinde, Thorsten Becker. Doch ob Kyras selbstgezogene Kerze an Ostern tatsächlich entzündet wird, ist noch fraglich - die 11-Jährige findet sie viel zu schön, um sie jetzt schon anzumachen.

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