Kehl hat Probleme mit überfüllten Freibädern (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Gregor Fischer/dpa)

Freibäder in Kehl Kehler OB fordert Polizei-Unterstützung in Freibädern

Nach Auseinandersetzungen in den beiden oftmals überfüllten Freibädern Kehls (Ortenaukreis) fordert Oberbürgermeister Vetrano Hilfe von der deutschen und der französischen Polizei.

"Wir können nicht unsere grenzüberschreitenden Projekte feiern, Probleme, die in unserem gemeinsamen Lebensraum entstehen, aber ignorieren", sagte am Montag der Kehler Rathauschef Toni Vetrano (CDU). Ein Treffen mit Vertretern der französischen Polizeibehörde sei für den 10. Juli geplant. Auch an den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) und den Präsidenten der Eurométropole Straßburg, Robert Herrmann, habe sich die Stadt Kehl gewandt und hoffe nun auf Unterstützung.

Gäste halten sich nicht an Regeln und randalieren

Jüngst hatte es in den beiden Bädern Randale gegeben, die Freizeitanlagen mussten geschlossen werden. Für Ärger sorgte etwa, dass Badekleidung und -regeln von Besuchern nicht eingehalten werden. So hatten Bademeister und Polizei das Bad im Stadtteil Auenheim am Mittwoch geräumt. 40 bis 50 Jugendliche ignorierten Anweisungen des Personals, stürmten den Sprungturm und sprangen von allen Seiten ins Becken.

Räumung der Bäder war die einzige Lösung

Es habe kein anderes Mittel gegeben, als das Freibad, in dem laut Polizei 3.000 Besucher waren, zu räumen, sagte Vetrano. Nun hätte die Stadt gerne, dass die französische Polizei die deutschen Kollegen bei Einsätzen unterstützt. "Wir hätten gerne gemeinsame Polizeiaktionen in und vor den Bädern", teilte eine Sprecherin der Stadt mit.

Dauer

Polizeikooperation gefordert

Wenn es möglich sei, im Europapark einen deutsch-französisch besetzten Polizeiposten zu installieren, "so muss es auch bei uns möglich sein, dass uns die Polizei – am allerbesten in deutsch-französischer Kooperation – unterstützt", hieß es seitens des Oberbürgermeisters.

Innenministerium prüft Vorschlag

Im Innenministerium stehe man dem Ansinnen offen gegenüber, hieß es am Montag. Da das Freibad erfahrungsgemäß von einer Vielzahl französischer Jugendlicher besucht wird, prüfe das Polizeipräsidium Offenburg auch, "ob gemeinsame deutsch-französische Polizeistreifen im Umfeld des Schwimmbads eingesetzt werden können". Außerdem sei eine kurzfristige Unterstützung durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums möglich, fügte ein Sprecher des Ministeriums hinzu.

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