Jubiläum in Basel Münster feiert 1.000. Geburtstag

Der Sakralbau mit seinen beiden mittelalterlichen Türmen gilt als Wahrzeichen von Basel und zieht alljährlich Tausende von Touristen an.

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Zur Geschichte des Basler Münsters

Am 11. Oktober anno 1019 wurde der Vorgängerbau des heutigen Münsters vom Basler Bischof Adalbero offiziell eingeweiht. Mit dabei war auch der noble Stifter des Gotteshauses, Kaiser Heinrich der Zweite. Jahrhundertelang war das Basler Münster Bischofssitz, davon zeugt heute noch der Bischofsstab im Basler Wappen. Heute ist es eine evangelisch-reformierte Kirche - eine Folge der Reformation.

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Heutiges Münster steht seit 500 Jahren

Das heutige Basler Münster - hoch oben über dem Rhein - ist nur 500 Jahre alt. Denn es ist bereits die dritte Kathedrale, die an dieser Stelle errichtet wurde. Schon im 9. Jahrhundert stand hier ein Dom, der allerdings von den Ungarn zerstört wurde. Nach der Jahrtausendwende ließen Kaiser Heinrich der Zweite und seine Frau Kunigunde eine neue Kathedrale errichten, das sogenannte Heinrichsmünster.

Zweiter Münsterbau wurde vollkommen zerstört

Von diesem zweiten Münster ist nur noch wenig übrig geblieben. Zunächst brannte es teilweise ab und 1356 brachte es dann das schwere Erdbeben komplett zum Einsturz. Die Basler machten sich also an den Wiederaufbau und errichteten das jetzige Münster.

Im Gegensatz zu heute war sein Innenraum damals prachtvoll verziert. Die Basler Katholiken konnten ihr neues Gotteshaus aber nur drei Jahrzehnte lang nutzen. Denn dann brach die Reformation über Basel herein und damit auch ein gewaltiger Bildersturm. Alle Gemälde und Bildhauereien wurden aus dem Kirchenschiff entfernt. An diese Zeit der Reformation erinnert im Münster eine unscheinbare Steintafel.

Ein Jahr lang wird gefeiert in Basel

1.000 Jahre Basler Münster - dieses Jubiläum wird in Basel das ganze Jahr über gefeiert, mit zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und Vorträgen. Erstmals können dann auch der kostbare Münsterschatz und die freigelegte Krypta bestaunt werden.

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