Impressionen vom Schauinsland Wintermenschen – Wie der Winter Sehnsüchte stillt

Der Winter hat lange auf sich warten lassen. Jetzt sorgt er in der Ortenau und im Schwarzrwald für Probleme auf den Straßen. Aber es gibt Menschen, die ihn sehnsüchtig erwartet haben.

Als der Wetterbericht Sturmböen und Schneefall in den Hochlagen ankündigte, war ein Filmteam aus dem SWR Studio Freiburg nicht mehr aufzuhalten. In aller Herrgottsfrühe ging's raus und zum Dreh rauf auf den Berg.

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Er kostet dann doch ein bisschen Überwindung, der erste Halt am frühen Morgen auf dem Weg in den Schwarzwald. Raus aus dem warmen Auto – die Müdigkeit noch nicht ganz verflogen, aber der Augenblick ist es wert. Die Bilder aus Hofsgrund, wie aus einem Märchen.  

Eben noch rötlich, im Licht der Straßenlaternen. Jetzt blau im Übergang von Nacht zu Tag. Und hier oben zeigt der Schwarzwald Kante. Mit bis 80 Stundenkilometern bläst der Wind an diesem Morgen über den Schauinsland. Es ist nicht zu heftig, aber es ist laut und es zieht durch die dickste Jacke.

Tobias Alzenberger aus Todtnauberg hat Fußspuren im Schnee hinterlassen. Er ist hier geboren und ein Wintermensch. Einer, der es genießt, wenn Schneekristalle in den Sturmböen brizzeln, wie er sagt.

Dem Wetter ausgesetzt, friert die Kameralinse ein. Die uralten sturmgebeugten Windbuchen auf dem Schauinsland bieten Schutz und Kulisse für einen Augenblick, der trotz Kälte und nadelspitzen Schneekristallen irgendwie guttut.

Im dichten Nebelsturmgemisch zwei Punkte. Urlauber aus Darmstadt. Sie erzählen von Entspannung und berichten von Demut. Er hat lange auf sich warten lassen, jetzt ist er angekommen, der Winter. Eindrucksvoll.

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