Es ist billig und leicht erhältlich. Lachgas ist die neue Modedroge bei jungen Menschen  (Foto: SWR, France3 Alsace)

Modedroge von jungen Leuten Intensiver Lachgas-Konsum kann zu Erstickung führen

Lachgas ist billig und leicht erhältlich. Deshalb wird es bei Schülern und Studenten, etwa im elsässischen Mulhouse, immer beliebter. Doch die Modedroge ist auch gefährlich.

Überall Minikartuschen mit Lachgas: In den Parks von Mulhouse, im Stadtzentrum, sowie rund um viele Schulen finden sich immer mehr dieser kleinen Stahlbehälter. Zusammen mit Luftballons sind es eindeutige Spuren einer neuen Modedroge, die Schüler und Studenten inhalieren. So berichtet ein Student anonym: "Lachgas bewirkt ein bis zu 30 Sekunden langes, unkontrolliertes Lachen. In der Regel nehmen wir das bis zu viermal am Abend. Nicht bei großen Partys, wo viel getrunken wird, eher mit Kumpels in einer kleinen Runde."

Der Anästhesist Nicolas Saumier aus Mulhouse kennt allerdings die Gefahren des Konsums: "Bei Menschen, die es nicht vertragen, kann Lachgas einfache Bauchschmerzen und Übelkeit bis zum Erbrechen bewirken. Es verursacht aber auch Kreislauf- und Atemprobleme, kann sogar bis zur Erstickung führen. Auch Angstzustände im Gebrauch mit anderen Suchtmitteln können die Folge sein. Und wer es intensiv und lange konsumiert, kann neurologische Probleme bekommen, bis hin zum Verlust der Motorik und der Sensibilität."

Dauer

Eigentlich wird Lachgas zum Aufschäumen von Schlagsahne benutzt, deshalb sind die kleinen Patronen in jedem Supermarkt erhältlich. Erst stiegen dort die Verkaufszahlen, dann wurden die Kartuschen geklaut. Inzwischen hat man das Lachgas in vielen Geschäften ganz aus dem Regal genommen. Dennoch sammelt die Stadtreinigung seit letzten Sommer immer mehr dieser Patronen ein. Anfangs rund 50 pro Tag, seit einiger Zeit bis zu 500.

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