Nach ICE-Entgleisung in Basel Strecke zwischen Basler Bahnhöfen frei

Nach der Entgleisung eines deutschen ICEs in Basel ist die Strecke zwischen den beiden Basler Bahnhöfen wieder freigegeben. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt.

Nach dem Zugunfall in Basel soll die Strecke ab Mittwoch auf beiden Gleisen befahrbar sein. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Ursprünglich hieß es, es solle erst ein Gleis frei sein. Am Donnerstag hätte die Strecke dann komplett befahrbar sein sollen.

Dauer

240 Fahrgäste, niemand verletzt

Am Sonntagabend gegen 21:00 Uhr waren der Triebkopf und ein Waggon des ICE 373 auf dem Weg von Berlin Ostbahnhof ins Schweizer Interlaken in Basel entgleist. Der Zug mit 240 Fahrgästen wurde evakuiert. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für die Entgleisung ist unklar.

"Wir hatten Glück im Unglück"

"Das ist sehr glimpflich ausgegangen", sagte SBB-Einsatzleiter Martin Spichale am Montag. Die Lok des ICE kam in einem Tunnel zum Stehen, der erste Waggon stand quer über zwei Gleise, der Rest des Zuges blieb auf dem Parallelgleis. "Wir hatten Glück im Unglück, dass niemand verletzt wurde und die übrigen Wagen nicht auch entgleist sind", so Spichale.

Der entgleiste ICE 373 steht kurz vor dem Bahnhof SBB (Foto: dpa Bildfunk, Georgios Kefalas/KEYSTONE)
Der entgleiste ICE 373 kurz vor dem Bahnhof SBB. Georgios Kefalas/KEYSTONE

Bislang keine Parallelen zur Entgleisung 2017

Im November 2017 war schon einmal ein ICE, aus Hamburg kommend, in Basel entgleist. Auch damals wurde niemand verletzt. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vermuteten damals Probleme mit einer so genannten Doppelkreuzungsweiche als Ursache. Im aktuellen Fall handele es sich um einen anderen Weichentyp, so dass "man momentan nicht erkennen kann, dass da irgendwelche Parallelen bestehen", so ein SBB-Sprecher.

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