Homberg/Homburg im Kreis Waldshut Ein Dorf - zwei Namen

Dass eine Grenze mitten durch einen Ort führt, das gibt es schon mal. Wenn beide Teile aber, wie im Kreis Waldshut, auch noch sehr ähnlich, aber nicht gleich heißen, dann sorgt das für Verwirrung.

Dauer

Eine Gemeinde-Gemarkungsgrenze trennt den Ort Homburg von Homberg. Woher das kommt, das kann keiner mehr genau sagen. Seit wenigen Wochen haben aber die beiden Orte, die eigentlich einer sind und irgendwie doch nicht, jetzt auch noch zwei verschiedene Ortsschilder. Und stehen fast nebeneinander. Damit ist die Verwirrung komplett - jedenfalls für Auswärtige.

Es ist so: Auf der linken Seite der Straße, da wohnen die Homburger; sie gehören zur Stadt Waldshut-Tiengen. Auf der rechten Seite der Straße, da wohnen die Homberger - sie gehören zur Gemeinde Küssaberg. Links Homburg, rechts Homberg - für die 90 Bewohner des Ortes ist das ganz einfach. Nicht so für Postboten, Paketzusteller und Pizzadienste.

Hundesteuer hier, Abwasser dort

Noch kuddelmuddeliger wird es, wenn es um Zuständigkeiten geht: Reisepass oder Hundesteuer müssen die Homburger im Rathaus von Waldshut beantragen. Bei Müll und Abwasser zählt Homburg dagegen zu Küssaberg. Und richtig ärgerlich wird die Verwaltungsgrenze mitten im Ort für Eltern und ihre Kinder. Vereine und Kindergarten sind im benachbarten Küssaberg - zur Schule müssen die Kinder aus Homburg aber in Tiengen. Und da fährt kaum ein Bus hin. Wollen sie in Küssaberg zur Schule, müssen sie erst eine Freistellung beantragen.

Homburg oder Homberg – um wenigstens dem Postboten die Suche zu erleichtern, hat Küssabergs Bürgermeister Manfred Weber für seine Homberger wenige Meter hinter dem alten Ortsschild von Homburg ein neues Ortschild für Homberg aufstellen lassen. Ob's hilft?

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