Herbstzeit ist Erntezeit Apfelflaute in einer Mosterei im Klettgau

Der Sommer ist vorbei, die Ernte weitgehend eingefahren – jetzt beginnt für die Mostereien die Arbeit. Aber dieses Jahr gibt es zu wenig Äpfel um genügend Apfelsaft herzustellen.

Für die Mostereien herrscht jetzt Hochsaison. Letztes Jahr um diese Zeit konnten sie sich vor Äpfeln nicht retten. Bei vielen herrschte sogar Annahme-Stopp. In diesem Jahr sieht die Lage allerdings ganz anders aus, wie SWR-Reporterin Petra Jehle beim Besuch einer Mosterei im Klettgau am Hochrhein im Landkreis Waldshut erfahren hat.

Dauer

Bis zu 80 Tonnen könnte die Mosterei Ebner pro Tag verarbeiten – wenn ausreichend Material da wäre. Insgesamt 600 Tonnen Äpfel werde man in diesem Jahr vermutlich verarbeiten, schätzt Ebner. Das ist ein Viertel der Menge von 2018. Trotzdem sollen bis November alle Tanks voll sein. Das geht, weil nicht alle Regionen solch starke Einbußen hatten, wie der Hochrhein. Ebner kauft Äpfel aus dem Bodenseeraum und Kaiserstuhl zu.

Zudem gibt es noch die Überschüsse aus dem Rekordjahr 2018 – mit ein Grund dafür, dass die Mosterei die Preise für ihren Apfelsaft in diesem Jahr noch stabil halten kann. 50 verschiedene Säfte stellt der Familienbetrieb her. Es gibt ihn seit mehr als 100 Jahren. Zur Tradition des Betriebs gehört auch, dass alles vom Apfel verwertet wird.

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