Gruppenvergewaltigung Freiburg: Zu Beginn des Prozesses sitzen elf Angeklagte und Justizbeamte im Landgericht seitlich hinter ihren Anwälten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Patrick Seeger/dpa)

Landgericht Freiburg Tag 21 Gruppen-Vergewaltigung Freiburg: Prozess bis März verlängert

Im Prozess um die Gruppen-Vergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg hat das Landgericht zusätzliche Verhandlungstage bis Ende März nächsten Jahres terminiert.

Der Grund für die zusätzlichen Verhandlungstage sei die umfangreiche Beweisaufnahme, sagte ein Sprecher des Landgerichts Freiburg am Dienstag. Der ursprüngliche Plan, den Ende Juni begonnenen Strafprozess bis Weihnachten beenden zu können, lasse sich nicht realisieren. Geplant seien im neuen Jahr bislang bis zum 27. März elf zusätzliche Prozesstage. Ob diese ausreichten, sei noch unklar. Termine für mögliche Urteile gebe es noch nicht.

Vorwurf der Vergewaltigung und unterlassener Hilfeleistung gegen elf Männer

Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen Flüchtlinge, wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Ihnen wird zur Last gelegt, die 18-Jährige nachts vor einer Diskothek vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

Aussagen von Polizistinnen: Frau stand bei Einvernahme unter Schock

Am Dienstag sagten vor Gericht unter anderem Polizistinnen aus, die die 18-Jährige am Morgen nach der Tat vernommen, beziehungsweise danach in die Freiburger Frauenklinik gebracht hatten. Die junge Frau habe unter Schock gestanden, sie habe aufgelöst und verzweifelt gewirkt, sagten die Beamtinnen. Sie habe angegeben, von mehreren Männern nacheinander vergewaltigt worden zu sein. Diese Angaben könnten als glaubwürdig eingestuft werden.

Nächster Verhandlungstag am 10. Dezember

Es war der 21. Verhandlungstag. Der Prozess wird am 10. Dezember mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt

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