Grundwasser-Report des BUND Grundwasser am Oberrhein ist viel zu salzig

In seinem Gewässer-Report beklagt der BUND die Versalzung des Grundwassers am Oberrheingraben. Zwischen Basel und Rastatt ist er der bedeutendste Grundwasserspeicher Mitteleuropas.

In vielen elsässischen Gemeinden nördlich von Mulhouse ist das Grundwasser als Trinkwasser nicht mehr zu gebrauchen, auch nicht in Breisach am Rhein. Nördlich der Rheininsel Fessenheim finden sich bis zu 50 Gramm Salz in einem Liter Grundwasser, so der BUND.

Tröpfelnder Wasserhahn mit Salzablagerungen (Foto: SWR,  Frank Roskam)
Das Trinkwasser im Raum Breisach ist stark salzig Frank Roskam

Der Grund dafür sind 100 Jahre Kali-Abbau in der Oberrhein-Region beiderseits des Rheins. Große Salzberge wurden aufgeschüttet, die der Regen jahrzehntelang ausgewaschen hat. Die Altlasten bleiben als Dauerproblem nach dem Ende des Bergbaus 2006.

Der BUND fordert daher die strikte Anwendung des Verursacher-Prinzips für die Sanierung der Grundwasserversalzung. Das wären in diesem Falle die "Mines de Potasse d’Alsace".

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