Ein Dracula-Schauspieler will einer Schauspielerin in Hals beißen (Foto: Elke Bürgin, Festspiele Breisach e.V.)

Freilichtschauspiel in Südbaden Theater Bis(s) zur Dämmerung

Dracula erobert Breisach, ein Geisterschatz wird in Hausach gehoben und in St. Blasien geht es um "Die Säulen der Hoffnung": Es ist Freilichttheater-Saison in Südbaden. Ein Überblick.

Der Charme der Spielorte: die besondere Kulissen. In St. Blasien ist es der Dom. Dort wird ab Mitte August ein Stück aus der Feder von Wolfgang Endres gezeigt. Es heißt "Die Säulen der Hoffnung“ und entführt die Zuschauer in die Zeit vor 250 Jahren, als das Kloster St. Blasien größtenteils abbrannte. Eine Riesenproduktion mit mehr als 200 Mitwirkenden, die seit mehr als einem Jahr vorbereitet wird. Die Proben laufen auf Hochtouren, wir waren dabei.

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Im Jostal zwischen Titisee-Neustadt und Breitnau ist am 20. Juli Vorpremiere des Stücks "Der Glasvogt Melchior". An vier Wochenenden bis Mitte August führen an die 60 Schauspielerinnen und Schauspieler dort in der Schildwende eine Geschichte rund ums Schwarzwälder Glas auf. Dabei geht es nicht nur um die geschichtliche Seite der Erfindung. Sie haben - Stichwort Glasfaserkabel - in Sachen Glas auch einen Bogen zur Gegenwart geschlagen. Sehr romantisch ist die Kulisse: die historische Oehlermühle.

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Bis zum September beißt (fast) jedes Wochenende Graf Dracula auf der Festpielbühne in Breisach zu. Dort haben sie sich der Geschichte um den berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte angenommen. Zudem gibt's fürs junge Publikum "Aladins Wunderlampe". Großer Vorteil hier, wenn es mal regnen sollte: Die Zuschauertribüne ist überdacht, die Darsteller sagen von sich selber, dass sie wetterfest sind.

Hausach, Hornberg, Fridingen und Häg-Ehrsberg

Auch an vielen weiteren Orten in Südbaden wird (Laien-)Theater gespielt. So bei den Hausacher Burgfestspielen, wo "Der Geisterschatz" bis Ende Juli gesucht wird. In Hornberg wird ab dem 27. Juli auf der Freilichtbühne "Currywurst mit Pommes" serviert, ein Stück rund um eine Imbissbude, zudem natürlich das bekannte "Hornberger Schießen".

Das Naturbühne Steintäle in Fridingen an der Donau spielt bis in den September hinein u.a. „Das kalte Herz“. Und dieses Stück, aufgemischt als Landschaftstheater, wird auch vom "Theater in den Bergen" aus Häg-Ehrsberg ab Mitte September gezeigt. Das Publikum läuft mit den Darstellern von Spielort zu Spielort und erlebt den Schwarzwald als einzigartige Naturkulisse. Kein Theater machen sie in diesem Jahr auf der Burg Rötteln in Lörrach. Erstmalig in der 52- jährigen Geschichte der Burgfestspiele finden in diesem Jahr dort keine Festspiele statt.

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