Lageplan des Freiburger Architektenbüro zum neu geplanten Stadtteil Dietenbach (Foto: Pressestelle, Satdt Freiburg)

Neue Wohnungen oder grüne Natur Bürgerentscheid zu neuem Stadtteil Freiburg-Dietenbach

Am 24. Februar entscheidet Freiburg über die Zukunft von rund 130 Hektar Wiesen und Äcker im Westen der Stadt. Das Feld ist umkämpft, von den Dietenbach-Befürwortern und Gegnern.

Rund 6.000 Wohnungen für etwa 15.000 Menschen, Spatenstich frühestens 2023 – diese Zahlen stehen im Raum und sorgen seit mehr als sechs Jahren für Zündstoff. Denn der geplante Stadtteil Dietenbach spaltet Freiburg in zwei Lager. Beide Seiten kämpfen Ende Februar um die absolute Mehrheit. "Soll Dietenbach unbebaut bleiben?" Rund 170.000 wahlberechtigte Freiburgerinnen und Freiburger sind bei dem Bürgerentscheid aufgerufen, ihr Häkchen entweder bei "ja" oder "nein" zu setzen.

Dauer

Die Fraktionen im Gemeinderat, außer die Wählergemeinschaft "Freiburg Lebenswert/Für Freiburg", stehen hinter Dietenbach. Im Juli stimmten sie mit 44 von 48 Stimmen für das Bauvorhaben. Vier Monate später einigten sich die Fraktionen darauf, dass für Dietenbach eine Quote von mindestens 50 Prozent geförderter Mietwohnungsbau gelten solle. Verschiedene Wirtschafts-, Arbeitgeber- und Sozialverbände aus Freiburger Raum schlossen sich ihren Forderungen an. Ihr Hauptargument für Dietenbach: Die Wohnungsnot in Freiburg.

Wir werden bezahlbaren Wohnraum schaffen und das Thema zur Chefsache machen.

Martin Horn, Oberbürgermeister von Freiburg

Die Projektgegner wiederum, die als Aktionsbündnis "Rettet Dietenbach" verschiedene Bürgerinitiativen wie "Pro Landwirtschaft und Wald" und Vereine wie "Ecotrinova" vertritt, wollen, unter anderem die Versiegelung von Agrar- und Grünflächen, den Ausstoß von CO2-Emissionen infolge des geplanten Erdaushubes sowie Grundstücksenteignungen verhindern.

Dauer

Knapp drei Wochen vor dem Bürgerentscheid geht der Wahlkampf nun in die entscheidende Phase. Beide Lager liefern sich bei Podiumsdiskussionen und Vorträgen immer wieder einen Schlagabtausch. Bekommt Freiburg einen neuen Stadtteil oder nicht?

STAND