Umstrittenes AKW in Fessenheim Regierungspräsidium will Panne mit Fax aufarbeiten

Das Regierungspräsidium Freiburg fühlt sich vom AKW-Betreiber in Fessenheim unzureichend informiert. Am Pfingstmontag hatte es einen Zwischenfall gegeben - das Fax, das in einem solchen Fall informieren sollte, blieb jedoch aus.

AKW Fessenheim Totale (Foto: SWR)
Im AKW in Fessenheim gab es an Pfingstmontag einen Zwischenfall

Am Montag wurde Reaktor 2 im AKW Fessenheim abgeschaltet. Doch die Behörden in Deutschland wurden darüber nicht richtig informiert. Das hat das Regierungspräsidium Freiburg dem SWR bestätigt.

Fax kam nicht an

Der Kommunikationsweg ist vielleicht etwas altbacken: Wenn es in Fessenheim einen Zwischenfall gibt, wird von der französischen Betreibergesellschaft üblicherweise ein Fax an die deutschen Stellen geschickt. Am Pfingstmontag wurde Reaktor 2 in Fessenheim eilig heruntergefahren, eine große Dampfwolke stand am Himmel. Doch weder beim Regierungspräsidium noch bei der Polizeidirektion in Freiburg kam ein Fax aus Fessenheim an.

Grund für Abschaltung geklärt

Inzwischen ist der Grund für die Abschaltung geklärt: Eine Karte, die den Wasserstand in einem der Dampferzeuger reguliere, habe die Selbstabschaltung ausgelöst, teilte der Reaktorbetreiber mit. Die Karte werde jetzt ausgetauscht. Der Reaktor soll in einer Woche wieder hochgefahren werden.

STAND