Gruppenvergewaltigung Freiburg: Zu Beginn des Prozesses sitzen elf Angeklagte und Justizbeamte im Landgericht seitlich hinter ihren Anwälten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Patrick Seeger/dpa)

Prozess in Freiburg Gruppenvergewaltigung: Rechtsmedizin fand Gewaltspuren

Eine 18-Jährige soll von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Spuren von Gewalt, die die Rechtsmedizin laut Polizei und Staatsanwaltschaft an ihr fand, passen zu ihrer Aussage.

Die Gruppenvergewaltigung soll im Oktober 2018 nachts in einem Gebüsch vor einer Freiburger Diskothek stattgefunden haben. Am 20. Prozesstag vor dem Freiburger Landgericht sagte Staatsanwaltschaft Thorsten Krapp am Donnerstag, dass bei der Frau innere und äußere Verletzungen festgestellt worden seien. Darunter mehrere Kratzspuren und Einblutungen an Ober- und Unterkörper. Diese deuteten darauf hin, dass die 18-Jährige festgehalten wurde. Die Verletzungen passten plausibel zu den Schilderungen der Frau.

Elf Angeklagte wegen Vergewaltigung und unterlassener Hilfeleistung

Der Strafprozess begann Ende Juni. Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen Flüchtlinge, wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Ihnen wird zur Last gelegt, die 18-Jährige vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Einige ihrer Verteidiger geben an, die Frau habe Sex gewollt. Es habe sich um einvernehmliche sexuelle Kontakte ohne Gewalt gehandelt.

Aussagen einer Rechtsmedizinerin ohne die Öffentlichkeit

Die Rechtsmedizinerin, die die 18-Jährige nach der Tat untersucht hat, sagte am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus - zum Schutz der jungen Frau. Verletzungen hatte auch die Polizei bei der Frau festgestellt.

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