Ein 49-Jähriger steht wegen Kindesmissbrauch vor Landgericht in Freiburg (Foto: SWR, Anita Westrup)

Jugendschutzkammer des Landgerichts Prozess um Kindesmissbrauch: Angeklagter schweigt

Die Jugendschutzkammer des Landgerichts Freiburg verhandelt seit Freitag gegen einen 49-Jährigen wegen schwerer Misshandlungen und sexuellen Kindesmissbrauchs in mehr als 130 Fällen.

Im Prozess um sexuellen Kindesmissbrauch vor dem Landgericht Freiburg schweigt der 49-jährige Angeklagte zu den Vorwürfen. Dem verheirateten Mann werden mehr als 130 sexuelle Übergriffe auf seine Stieftochter und Misshandlungen zur Last gelegt.

Angeklagter gefasst und weitgehend regungslos

Noch vor der Verlesung der Anklageschrift ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären, dass die Unschuld-Vermutung in diesem Prozess besonders berücksichtigt werden solle. Gefasst, weitgehend regungslos verfolgte der 49-jährige Mann, von Beruf Zugtechniker, dann die Anklageschrift.

Vorwurf des Missbrauchs der minderjährigen Stieftochter

Mehr als 130 Mal soll er seine zur Tatzeit minderjährige Stieftochter in der Wohnung der Familie in Freiburg sexuell missbraucht haben. Mehrere seiner sechs leiblichen Kinder soll der 49-Jährige regelmäßig mit einem Gürtel geschlagen haben. Sich dazu äußern wollte der Angeklagte nicht.

21-Jährige leidet unter posttraumatischer Belastungsstörung

Am Frietagvormittag wurde die inzwischen 21-jährige Stieftochter angehört. Die Nebenklagevertreterin hat eine Videovernehmung beantragt, weil ihre Mandantin unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet.

Insgesamt ist der Prozess auf fünf Tage angesetzt, ein Urteil wird für den 4. November erwartet.

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