Freiburg Gruppenvergewaltigung: Verteidiger kritisieren Polizei

Im Prozess um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Diskothek in Freiburg haben mehrere Verteidiger schwere Vorwürfe gegen die Vernehmungspraxis der Polizei erhoben. Es sei gängige Praxis gewesen, die Beschuldigten unter Druck zu setzen, hieß es. Außerdem sei ein von der Polizei eingesetzter Dolmetscher nicht vereidigt gewesen und habe zum Teil falsch übersetzt. Ein Verteidiger fordert jetzt, dass das damalige Geständnis seines Mandanten vom Gericht nicht verwertet werden darf. Sein Mandant sei nicht korrekt über seine Rechte informiert worden. Für Staatsanwalt Rainer Schmid ist der Vorwurf des Verteidigers reine Taktik, um Gründe für eine Revision des zu erwartenden Urteils vor dem Bundesgerichtshof zu erlangen.

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