Freiburg G7-Reporter erneut aus Frankreich ausgewiesen

Ein freier Mitarbeiter des Senders "Radio Dreyeckland" (RDL) aus Freiburg ist am Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit aus Frankreich ausgewiesen worden. Das französische Innenministerium hatte kürzlich ein vorübergehendes Aufenthaltsverbot gegen ihn verhängt, weil er "durch eine gewalttätige Aktion während des G20-Gipfels" in Hamburg 2017 bekannt geworden sei. Nach Angaben von RDL wollte der Mann unter anderem für den Sender vom G7-Gipfel in Biarritz berichten. Vergangene Woche hatte das Verwaltungsgericht Paris entschieden, dass die erste Ausweisung nicht rechtmäßig war. Die Bundesregierung hat auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (Linke) bestätigt, dass anlässlich des Gipfels Informationen an französische Behörden übermittelt wurden. Diese betreffen demnach Personen, die bei "politischen Großereignissen mit internationaler Beteiligung polizeilich in Erscheinung getreten sind" oder "intensive Kontakte zu ausländischen Aktivisten und Gruppierungen unterhalten". Der Radiosender kritisierte die Festnahme und Ausweisung in einer Mitteilung.

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