Rettungskräfte in Freiburg Feuerwehr testet "Grüne Welle"

Die Stadt Freiburg will das intelligente Ampelsystem "Grüne Welle" für Freiburgs Feuerwehren bis 2020 ausbauen. Seit gut einem Jahr testen Feuerwehr und Rettungsdienste das System.

Seit Beginn des Tests ist jedes Freiburger Einsatzfahrzeug mit einem Zusatzgerät ausgestattet, das seine Position an eine Zentrale sendet. Diese schaltet dann alle Ampeln auf grün, wenn sich die Einsatzkräfte nähern. Das soll mehr Sicherheit und Schnelligkeit bringen. Denn oft stünden Feuerwehrleute und Rettungsfahrzeuge zu lange im Stau, vor allem im Norden Freiburgs, heißt es.

Dauer

Nicht alle Städte im Land können oder wollen mitmachen

Voraussetzungen für die intelligenten Ampelsysteme: eine zentrale Ampelsteuerung und ein gleicher Hersteller für die Ampel-Sender. In Stuttgart zum Beispiel gibt es zu viele Ampel-Systeme, dort kann das Pilotprojekt "Grüne Welle" nicht umgesetzt werden. Jedoch sei die Stadt im Gespräch mit dem Deutschen Roten Kreuz, damit Rettungsfahrzeuge möglicherweise gleiche Vorrechte erhielten wie Busse.

Kritik an der "Grünen Welle"

Die "Grüne Welle" wird von manchen Einsatzkräften allerdings kritisch gesehen. Schließlich müssten die Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren zunächst zum Feuerwehrgebäude kommen. Wenn diese dann an roten Ampeln stünden sei das Ganze kontraproduktiv, so der Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe. Außerdem könnten Rettungsfahrzeuge ohne Sender für eine "Grüne Welle" länger im Verkehr feststecken. Das Verkehrsministerium hält intelligente Ampelsysteme aber vor allem in größeren Städten für sinnvoll.

Bereits vor des "Grüne Welle"-Tests habe die Freiburger Feuerwehr die Hilfsfrist zwar immer eingehalten. Doch bei bestimmten Fällen könne eine schnellere Ankunft sicher helfen, heißt es.

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