Videoüberwachung (Foto: SWR)

Sicherheitspakt wird konkret Videoüberwachung für sichere Freiburger Innenstadt

Nach Reiterstaffel und Polizisten auf Segways wird es ab Anfang 2020 in Freiburg Video-Beobachtung an 16 Standorten geben. Kriminologen bezeichnen das Konzept als "Symbolpolitik".

Die Umsetzung des Sicherheitspaktes zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Freiburg nimmt weiter konkrete Formen an. Nach Reiterstaffel, Polizisten auf Segways und dem kommunalen Ordnungsdienst soll es nun ab Anfang 2020 Videoüberwachung in der Innenstadt geben. Zu den künftig überwachten 16 Standorten sollen das sogenannte "Bermuda-Dreieck" und die untere Bertoldstraße gehören.

Freiburger Kriminologe: Freiheit einschränkende Symbolpolitik

So haben es Stadt und Land bereits im Frühjahr 2017 entschieden. Jetzt wurden die Pläne konkretisiert: Die Stadt Freiburg hat die Firma Siemens mit der Installation der Überwachungskameras beauftragt. Kritik gibt es von Kriminologen. Sie bewerten das Konzept als "Freiheit einschränkende Symbolpolitik", so Strafrechtler Roland Hefendehl von der Universität Freiburg.

Polizei erhofft sich Rückgang von Straftaten

Dass die europaweite Ausschreibung so lange gedauert hat und das Konzept erst drei Jahre nach der Entscheidung umgesetzt werden kann, liege auch an rechtlichen Fragen, so das Polizeipräsidium Freiburg. Die Polizei hofft, dass mit der Überwachung in der Innenstadt die Zahl der Straftaten zurückgeht.

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