Ermittler sagen vor dem Freiburger Landgericht aus Offenbar Pannen bei der Fahndung nach Maria H.

Im Verfahren um die jahrelang verschwundene Maria H. sind Fahndungspannen bekannt geworden. Der Angeklagte Bernhard H. und Maria H. hätten möglicherweise viel früher entdeckt werden können.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Am Freiburger Landgericht ging es um die Flucht des Angeklagten Bernhard H. mit der damals 13-jährigen Maria H. von Freiburg über Polen nach Sizilien. Die beiden blieben offenbar auch deshalb unentdeckt, weil bei Polizei-Kontrollen in Italien unsauber gearbeitet wurde.

Maria H. war jahrelang mit einem Mann verschwunden (Foto: SWR)
Maria H. war jahrelang mit einem Mann verschwunden. Nach ihrem überraschenden Auftauchen tritt sie als Nebenklägerin gegen ihn auf.

Mehrfache Kontrollen - kein Zugriff

Mindestens drei Mal hat die italienische Polizei Bernhard H. und Maria H. vor gut fünf Jahren angehalten und überprüft. Dabei wurden auch ihre Personaldaten notiert. Hätten die Italiener die Namen mit dem europäischen Fahndungsregister abgeglichen, wären die beiden schnell aufgeflogen. Davon zeigte sich ein Zielfahnder des Landeskriminalamts in der Verhandlung überzeugt. Er bemängelte auch, dass über die Umstände der Verhaftung von Bernhard H. in Sizilien im vergangenen Jahr keine Mitteilung an die deutschen Kollegen erfolgt sei – Nachfragen seien bis heute unbeantwortet geblieben.

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