Forschung zum Wohle von Patienten Herzzentrum: Niedrigste Strahlenbelastung weltweit

Großer Erfolg für Forscher des Uni-Herzzentrums Bad Krozingen-Freiburg. Ihnen ist es gelungen die Röntgenbelastung bei einer Operation am Herzen um rund 60 Prozent zu reduzieren.

Ein Eingriff am Herzen wie das Einsetzen eines Schrittmachers ist ohne Röntgenstrahlen undenkbar. Den einzigen Schutz für die Ärzte vor dieser Strahlung bieten Bleiwesten. Patienten sind der Strahlung direkt ausgesetzt, das Röntgengerät hängt direkt über ihrem Brustkorb. Doch Millimeterarbeit kann nur mit ständig neuen Röntgenbildern kontrolliert werden. Mit weniger Bildern und einer geringeren Auflösung ist es am Herzzentrum Bad Krozingen gelungen diese Röntgenstrahlen um fast 60 Prozent zu reduzieren.

Dauer

Thomas Arentz arbeitet mit an diesem Projekt im Herzzentrum. Er erläutert: "Wir haben eine geringere Taktung und die Energie pro Takt ist auch reduziert worden. Ein Kupferfilter erlaubt es auch Strahlung, die wir nicht brauchen, vor dem Eintritt in den Patienten heraus zu filtern."

Das ist gut für die Patienten wie Otmar Stubert, der einen neuen Herzschrittmacher erhalten hat. Am Tag nach der OP darf er schon nach Hause – ohne große Strahlenbelastung. Denn unser Körper speichert jede Bestrahlung. Röntgenstrahlen durchdringen das Gewebe und können Krebserkrankungen fördern oder das Erbgut beschädigen. Deshalb sei es wichtig die Strahlendosis immer so gering wie möglich zu halten, ist man am Herzzentrum überzeugt.

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