Fessenheim AKW sicher bis zum Schluss?

Vor der geplanten Schließung der ältesten Atomreaktoren Frankreichs 2020 und 2022 in Fessenheim sollen geltende Sicherheitsvorschriften für den Betrieb der Anlage geändert werden. Elsässische Atomkraftgegner kritisieren das scharf. Bis zum letzten Tag solle das Sicherheitsniveau im AKW Fessenheim gehalten werden, wird seit Jahren beteuert. Aber jetzt will der Betreiber Electricité de France einige Vorschriften nicht mehr erfüllen bei der Notstrom-Versorgung. Da sollte nach dem Atomunfall in Fukushima nachgerüstet werden. Die Atomkraftgegner kritisieren, dass die französische Atomaufsicht dem AKW-Betreiber nachgebe, statt das AKW wegen der fehlenden Nachrüstung schon Ende des Jahres zu schließen.

Das Regierungspräsidium Freiburg will das Thema bei der nächsten Sitzung der lokalen Sicherheitskommission am 27. November ansprechen. Außerdem werde dann die Frage gestellt, bis wann die nötige Erklärung zur angekündigten Schließung des AKW fristgemäß erfolgen muss. Diese Erklärung zur beabsichtigten Stillegung der Reaktoren 2020 und 2022 hat der Betreiber noch nicht eingereicht. Daran hat die Atomaufsicht die EDF erinnert.

Unterdessen meldete die EDF der Atomaufsicht am 7. November, dass seit 2015 nicht richtig qualifizierte Schweißer auf dem Gelände gearbeitet haben. Das sei inzwischen korrigiert worden, sei aber keine Gefahr für die Sicherheit gewesen.

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