Fachkräftemangel in der Ortenau Quereinsteiger sollen in Lahrer Kitas arbeiten

In Kindertagesstätten fehlen immer mehr Erzieher. In Lahr (Ortenaukreis) dürfen deswegen jetzt auch Quereinsteiger in Kitas arbeiten. Das ist bislang einmalig in Baden-Württemberg.

Kinder beim Basteln oder Malen fördern, mit ihnen spielen, ihnen helfen bei allen alltägliche Herausforderung – der Beruf des Erziehers ist sehr vielfältig. Ab dem kommenden Jahr sollen ihn auch Berufsquereinsteiger in Lahr machen können.

Kita-Leiterin Sabine Grothe wünscht sich beispielsweise einen Schreiner: "Das wäre auch für die Kinder eine totale Bereicherung." Das Gleiche gelte aber auch für eine Logopädin, "die schon mit ihrem Fachwissen zu uns kommt".

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Lahrer Projekt startet mit vier Stellen für Quereinsteiger

Durch steigende Geburtenzahlen kommen immer mehr Kinder in die Kindertagesstätten. In der Lahrer Kita am Schießrain sind es 140 Kinder Tag für Tag. Auch hier ist die Tendenz steigend. Doch Fachkräfte suchen die Kitas auf dem Arbeitsmarkt oft vergeblich. Um diesem dramatischen Fachkräftemangel zu begegnen, wird die Stadt Lahr auf eigene Kosten Quereinsteigern die Ausbildung zum Erzieher ermöglichen.

Das Projekt starte mit vier Stellen, erzählt Senja Töpfer vom Jugendamt Lahr: "Wir hoffen jetzt mal klein anfangen zu können und dann groß durchzustarten." Denn nur mit gemeinsamer Anstrengung seien die Anforderungen in den Kitas in Zukunft zu schaffen.

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