Energiewende verdrängt Kerngeschäft Umsatzeinbußen bei Schweizer Schornsteinfegern

Wartung und Reinigung von Ölheizungen sind für die Schweizerischen Schornsteinfeger das Kerngeschäft. Doch mit den erneuerbaren Energien und Wärmepumpen bricht davon immer mehr weg.

Markus Gabriel, Kaminfegermeister aus Luzern, spürt die Veränderungen deutlich: "Das ist für uns ganz schön einschneidend und bedeutet, dass wir im Jahr zwischen fünf und sieben Prozent weniger Umsatz machen. Auf zehn Jahre gerechnet ist das die Hälfte weniger Arbeit." Aussterben werden die Schweizer Kaminfeger trotzdem nicht, zumal die Branche bei Holzfeuerung-Anlagen eine Zunahme verzeichnet.

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Kaminfeger in Deutschland haben deutlich weniger Sorgen. Karl-Rainer Kopf, Obermeister der Schornsteinfeger-Innung im Bereich des Regierungspräsidium Freiburg: "Das liegt vielleicht daran, dass wir uns in Deutschland schon sehr früh um alternative Tätigkeiten gekümmert haben. Wir haben in den siebziger Jahren die Messung von Öl und Gasheizung eingeführt. Wir kontrollieren die Staub-Emissionen bei Festbrennstoff-Anlagen, sind im Bereich Energie-Beratung tätig, im Bereich Lüftungsanlagen-Reinigung, so dass wir wegfallende Tätigkeit im Moment etwas besser auffangen können, als die Schweizer."

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