Deutsche Bürgermeister fühlen sich provoziert Schweizer Behörden wollen in Leibstadt Atommüll verpacken

Wird das Schweizer AKW Leibstadt direkt an der deutschen Grenze zum Atommüll-Verladeort? Diese Schweizer Überlegungen bringen Landrat und Bürgermeister der deutschen Seite auf die Palme.

Direkt gegenüber der Gemeinde Dogern (Kreis Waldshut) liegt das AKW Leibstadt auf der Schweizer Rheinseite. Jetzt soll hier in Zukunft auch noch Atommüll verpackt werden. Eine sogenannte heiße Zelle soll den Müll aus den Schweizer AKW in kleinere Portionen verpacken – die müssten dann allerdings noch ins geplante Endlager transportiert werden.

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Der Waldshuter Landrat und weitere Bürgermeister der grenznahen Gemeinden am Hochrhein wollen das nicht hinnehmen und gehen an die Öffentlichkeit. Dabei äußern sie ihr Unverständnis, dass die Schweizer ihren Atommüll ausgerechnet an einem Atomkraftwerk an der deutschen Grenze umverpacken wollen.

Bürgermeister wollen keine Umverpackungsanlage

Über Jahrzehnte haben sich die Bürgermeister am Hochrhein mit den Atomkraftwerken auf Schweizer Seite und mit der Suche nach einem Endlager für Atommüll anfreunden müssen – eine Umverpackungsanlage wollen sie jetzt nicht auch noch hinnehmen.

Rückendeckung kommt vom Bundesumweltministerium in Berlin, man unterstütze die Haltung des Landkreises Waldshut und der Kommunen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob das ausreicht, bleibt abzuwarten – denn am Ende entscheidet die Schweiz allein.

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