Bürgerforum in Waldshut A98 bei Waldshut: Neubeginn mit Bürger-Beteiligung

Nach jahrzehntelangem Stillstand wird der Bau der Hochrheinautobahn A98 bei Waldshut neu in Angriff genommen. Diesmal sollen die Bürger schon früh an den Planungen beteiligt werden.

400 Menschen waren am Donnerstagabend in die Waldshuter Stadthalle gekommen, um sich über die Beteiligungsmöglichkeiten und den Stand der Planungen zu informieren. 30 von ihnen werden jetzt eine sogenannte Planungswerkstatt bilden, die das neue Verfahren über die nächsten drei Jahre eng begleitet. In Bürgerforen, Workshops und mehreren Online-Debatten wollen die Planer mit den Bürgern in den nächsten drei Jahren in einen intensiven Dialog kommen.

Planungen sollen ohne Vorfestlegung neu beginnen

Seit Jahrzehnten fordern die Menschen in Waldshut den Weiterbau der A98. Jetzt sollen die Planungen ohne Vorfestlegung neu beginnen. Wenn alles glatt läuft, könnten die genehmigten Pläne 2030 vorliegen. Am Donnerstagabend zumindest herrschte in Waldshut bei diesem Thema erstmals wieder Zuversicht und Aufbruchsstimmung.

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Streitfrage: Über den Berg oder durch einen Tunnel?

Dennoch ist es keine einfache Aufgabe, denn der Streit um die richtige Trasse für Waldshut hat die Bevölkerung seit Jahren gespaltet. Es geht darum, ob die Autobahn über den Berg oder durch einen Tunnel führen soll. Die Pläne für den Lückenschluss zwischen Laufenburg und Lauchringen stammen noch aus den 1960-er Jahren.

Vom Bund gibt es Geld und vor Ort neue Hoffnung

Im Bundesverkehrswegeplan, der bis 2030 gilt, sind dafür erstmals Gelder fest eingeplant. Weil beim Regierungspräsidium Freiburg Personal fehlt, wurden die Planungen extern vergeben, an die Deges. Sie ist eine Gesellschaft von Bund und Ländern und plant am Hochrhein für das Land Baden-Württemberg nun erstmals den Neubau einer Autobahn.

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