Bülach/Schweiz Probebohrungen für Atommüllendlager haben begonnen

Auf der Suche nach einem Atommüllendlager haben in der Schweiz, rund 20 Kilometer südlich von Hohentengen im Kreis Waldshut, die ersten Probebohrungen begonnen. In dem Gebiet untersuchen Wissenschaftler, ob sich der Untergrund für die Lagerung von radioaktivem Material eignet. Das teilte die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) am Montag mit. In den kommenden 20 Jahren sollen in der Schweiz insgesamt fünf Reaktorblöcke stillgelegt werden. Deshalb wird für die Lagerung der radioaktiven Brennstäbe ein Standort gesucht. Neben dem Gebiet südöstlich von Hohentengen sind zwei weitere Standorte - Jura Ost und Zürich Nordost – in der engeren Auswahl. Dort beginnen die Bohrungen in den kommenden Monaten. Die Auswertung der Ergebnisse soll bis 2022 dauern.

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