Feuerwehr-Einsatz im elsässischen Schiltigheim bei Streßburg: Kind stirbt bei einem Hausbrand (Foto: France 3 Alsace)

Polizei-Ermittlungen im Elsass Totes Kind in Schiltigheim - Mann gesteht Brandstiftung

Ein 22-Jähriger hat laut Medienberichten die Brandstiftung im elsässischen Schiltigheim gestanden. Ein Elfjähriger kam dabei ums Leben. Der 22-Jährige sei wegen Brandstiftung bekannt gewesen.

Der französische Nachrichtensender Franceinfo berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Mann habe über Aufnahmen der Überwachungskameras im Hof des Gebäudes in Schiltigheim identifiziert werden können. Es war die zweite Festnahme nach dem Brand, wobei die Polizei einen ersten Tatverdächtigen wieder freigelassen hatte. Die Brandursache ist noch nicht voll geklärt, es gab aber früh Hinweise auf Brandstiftung. Das Motiv ist unklar, einen rassistischem Hintergrund schließt die Staatsanwaltschaft aber inzwischen aus. Zahlreiche Polizisten ermitteln vor Ort.

Dauer

Am Dienstagmorgen konnte aus dem brennenden Haus im elsässischen Schiltigheim ein elfjähriger Junge nur noch tot geborgen werden, mindestens acht Menschen wurden verletzt, zwei davon beim Sprung aus einem Fenster. Auf zwei Stockwerken wohnten vor allem Migranten-Familien mit Kindern, die Familie des toten Jungen stammt aus Zentral-Afrika.

Evakuierte Menschen werden im Rathaus versorgt

Die Nachbarhäuser wurden evakuiert. 120 Nachbarn dürfen derzeit noch nicht ihre Wohnungen zurückkehren. Die Evakuierten haben vorläufig im Rathaus von Schiltigheim Zuflucht gefunden. Sie werden dort mit Essen und frischen Kleidern versorgt. Viele konnten sich nur im Schlafanzug retten. In dem Gebäude, einer ehemaligen Malzfabrik, ist viel Holz verbaut, der Schaden dementsprechend hoch. Das ist die vorläufige Bilanz des Großbrandes am Dienstagfrüh im Straßburger Stadtteil Schiltigheim.

Polizei und Bürgermeisterin gehen Brandstiftung aus

Auch die Bürgermeisterin von Schiltigheim, Danielle Dambach, hält einen kriminellen Akt für möglich und verweist auf einen anderen Brand in einer Nachbar-Straße der aktuellen Brandstätte vor zwei Wochen. Damals war ebenfalls eine Migranten-Familie bedroht.

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