Beschäftigte eines Autozulieferers (Foto: SWR)

Autozulieferer-Gipfel in Donaueschingen Werden Autos weiter mit Teilen aus dem Schwarzwald gebaut?

40.000 Arbeitsplätze in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hängen an der Autoindustrie. Welche Zukunft haben sie? Darüber haben sich Autozulieferer in Donaueschingen Gedanken gemacht.

Große Einigkeit herrscht beim regionalen Automobilzulieferer-Gipfel über das Thema Elektromobilität: "Es ist keineswegs ausgemacht, dass die E-Mobilität die Mobilität der Zukunft ist", formuliert Thomas Albiez, der Geschäftsführer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das, was politisch gewollt sei, müsse technologisch nicht die beste Lösung sein. Immerhin gebe es ja noch den Wasserstoffantrieb oder die synthetischen Kraftstoffe.

Ist die Förderung der E-Mobilität unfair?

Von einer "klassischen Wettbewerbsverzerrung" spricht Christoph Münzer. Er ist Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden (WVIB). Münzer sieht in staatlichen Subventionen für die E-Mobilität eine Gefahr, zumal der ökologische Nutzen des Batterie-Antriebs umstritten ist: "Wir müssen dafür sorgen, dass verschiedenen Technologien fair gegeneinander antreten."

Zahl der Autozulieferer wird wohl abnehmen

Doch wie und womit geht es weiter? Das ist es, was den Autozulieferern große Probleme bereitet. Denn sie hängen von den großen Autobauern ab – diese geben die Richtung vor. Vorhersehbar ist aber, dass einige Firmen den derzeitigen Umbau der Autoindustrie wohl nicht überleben werden: "Das Feld der Zulieferer wird sich ausdünnen", ist Hanns Peter Knaebel, der Vorstandsvorsitzende der Röchling-Gruppe, sicher.

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