Leere Bahngleise vor einem Bahnhof (Foto: dpa Bildfunk, Laurent Cipriani dpa/AP)

Auswirkungen im Dreiländereck Streik in Frankreich: Züge und Flüge fallen aus

Wegen des Generalstreiks in Frankreich müssen Bahnreisende bis zum Wochenende mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Auch der Euroairport Basel-Mulhouse ist betroffen.

Die Ortenau-S-Bahn zwischen Straßburg und Kehl fiel am Donnerstag aus – und wird wohl auch die nächsten Tage kaum fahren. Auch die Tramlinie D zwischen Kehl und Straßburg ist vom Streik betroffen. Pendler müssen aufs Auto umsteigen oder zu Fuß auf die andere Rheinseite laufen. Ausfälle gab es auch bei den ICE-Verbindungen von Frankfurt über Mannheim nach Paris sowie zwischen Stuttgart über Straßburg nach Paris.

Die französische Bahngesellschaft SNCF kündigte an, dass nur einer von zehn TGV-Schnellzügen fahren werde. Dies betrifft unter anderem die Verbindungen Frankfurt-Mannheim-Straßburg-Marseille und Freiburg-Straßburg-Paris. Deutsche Bahn und die französische SNCF bieten kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen für bereits gekaufte Tickets an.

Ein Aushang, der über Zugausfälle informiert (Foto: SWR, Nicole Jörg)
Der Streik in Frankreich bremst die Ortenau-S-Bahn - Aushang am Bahnhof in Kehl Nicole Jörg

Auch Flughafen Basel-Mulhouse betroffen

Die Streiks betreffen auch Flughäfen, denn das Bodenpersonal streikt auch. Der Euroairport Basel-Mulhouse liegt zur Hälfte in Frankreich. Dort fielen am Donnerstag rund 30 der 200 täglichen Flüge aus, teilte eine Flughafen-Sprecherin mit. Passagiere seien per SMS oder App von den Fluggesellschaften informiert worden. Daher habe sich die Zahl der gestrandeten Fluggäste zunächst in Grenzen gehalten. Auch ab Zürich sind die Verbindungen von und nach Paris gestrichen. Am Flughafen Straßburg ist der Flugverkehr derzeit nicht beeinträchtigt.

Weihnachtsmarktbuden auf einem Platz (Foto: SWR, Ulrike Liszkowski)
Auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt herrschte am Donnerstag kaum Betrieb Ulrike Liszkowski

Wenig los auf Straßburger Weihnachtsmarkt

In der Straßburger Innenstadt blieb es wegen des Generalstreiks am Donnerstag ungewöhnlich leer. Selbst zwischen den Buden auf dem weltbekannten Weihnachtsmarkt herrschte kaum Andrang. Normalerweise strömen Touristen aus ganz Europa nach Straßburg. Doch wegen des Streiks stornierten viele Gäste ihre Reservierungen. Auch der übliche grenzüberschreitende Einkaufsverkehr ins badische Kehl nahm ab.

Der Generalstreik im öffentlichen Dienst richtet sich gegen die geplante Rentenreform der französischen Regierung. Mit der Reform sollen Arbeitnehmer dazu gebracht werden, länger zu arbeiten. Der Streik soll bis Sonntag dauern. Es wird einer der größten Streiks der vergangenen Jahre erwartet.

STAND