Ausgelaugte Ackerböden regenerieren Projekt CO2-Land aus Staufen motiviert zu mehr Humus

Humusreiche Erde kann Unmengen an Kohlenstoff binden. Das Problem ist: Die Ackerböden sind ausgelaugt. Es geht darum, Humus wieder aufzubauen. Auch in Südbaden laufen dazu Projekte.

"Boden ist das, was uns das Überleben auf diesem Planeten sichert", so Mathias Forster vom Fruchtbarkeitsfonds der Biostiftung Schweiz in Arlesheim bei Basel. Doch er meint damit nicht nur die Lebensmittel-Produktion. Bisher kaum beachtet sei die Fähigkeit des Bodens CO2 zu binden. Sprich: Je mehr Humus, desto größer der Speicher.

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Humusbildung ist der große Hebel in der Klimadebatte

Genau hier setzt das Projekt "CO2-Land" an. Ziel ist es, Bauern dafür zu belohnen, wenn sie Humusaufbau betreiben, erklärt Projekt-Initiator Michael Schwegler aus Staufen. Klaus Schitterer aus Freiburg-St. Georgen ist da offen. Seit drei Jahren nimmt der konventionelle Vollerwerb-Landwirt an einem Modellprojekt für regenerative Landwirtschaft zum Humusaufbau teil.

Umstellung auf Humusaufbau ist kein Selbstläufer

Der Humusaufbau ist Neuland für die Bauern, haben sie doch jahrzehntelang auf Methoden der Agrarindustrie gesetzt. Und: "Die Umstellung ist kein Selbstläufer, sie macht zusätzliche Arbeit und das ist nicht so einfach", so Landwirt Schitterer. Das Projekt "CO2-Land" will genau hier Anreize schaffen.

Geplant ist ein regionaler CO2-Zertifikatehandel

Menschen, die zum Beispiel eine Flugreise machen, könnten dann als CO2-Ausgleich ein Zertifikat kaufen. Das Geld würde an die Bauern fließen, die ihre Böden klimafreundlich bewirtschaften. Aktuell beschäftigen sich in Südbaden hauptsächlich Biobetriebe mit Humusaufbau. Zunehmend erkennen aber auch konventionelle Landwirte wie Klaus Schitterer den Mehrwert.

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